Samstag, 17. November 2018

Magische Welten

Schamanische Welten voller Mystik und Magie. Immer mehr Menschen sammeln eigene Erfahrungen zu schamanischer Praxis. 
Hier eine meiner Weltenreisen:

Ein brodelnden Kessel. Zuerst der Geruch von Räucherkohle. Dann Harz. Sehr vertraut. Fichte, Tanne, Kiefer, ... und schon stehe ich im Wald. Im wahrsten Sinne des Wortes. 
Wahrhaftig sehe und fühle ich mich im dichten, grünen Tannenwald. Oder sind es Fichten? Hoher, Dichter Wald. Dunkel auch. Dennoch fühle ich mich sehr wohl. Spüre Dankbarkeit. Dann die Frage an mich selbst. Denke: "Sollte ich nicht lieber an meinen Kraftort gehen? Schamanisch Reisen?" 
Das Denken reißt mich hin und her. "Was erwartet mich? Werde ich überhaupt etwas erleben. Wo ist mein Krafttier? Worum geht es hier überhaupt? Müsste ich nicht, wie bei einer schamanischen Reise eine Frage stellen? Und was ist, wenn ich Nichts sehe, Nichts erlebe, Nichts wahrnehme?"
Ich konzentriere mich wieder aufs Fühlen. Der Hexenkessel brodelt weiter und es wabert um ihn herum. Erneut schließe ich meine Augen und sehe mich augenblicklich, aus dem Kessel heraus steigen. Nackt. Das Volumen des bauchigen Gefäßes hat enorm zugenommen, so dass ich bequem darin Platz hatte. Nun entferne ich mich vom Hexenkessel. Nach ein paar Schritten drehe ich mich um und da ist ein Regenbogen. Er kommt auch aus dem Kessel. Ragt hoch hinauf. Wo er endet kann ich nicht sehen. Es ruft mich. Mir erscheint der Regenbogen wie eine Brücke. Ich fühle mich eingeladen darüber zu gehen. 
Wo es mich hinführen wird, qeiß ich noch nicht. Mit jedem Schritt jedoch, bekomme ich mehr und mehr Ahnung. Und da steht er. Über groß. Ein goldener Helm. Mi Flügel?! Eine goldene Rüstung. Voller Bart. Strenger Blick. Das muss Heimdall sein. Der Wächter, am Tor zur Götterwelt. 
Seine Hände umfassen einen Schwertgriff. Die Schwertspitze ist nachnunten gerichtet und er scheint sich darauf abzustürzen. Das Schwert alleine schon ist größer, als ich es bin. 
Beeindruckt blicke ich zu ihm hinauf. Wie eine Statue steht er da. Er sagt kein Wort. Seine Art zu schauen ist seltsam. als würde er mich scannen. Ich lasse es zu. Kann gar nicht anders. Tatsächlich ist es mir sogar ganz Recht. Mir ist klar. Er schaut in mein Herz. Prüft meine Absicht. Eine ganze Weile stehe ich abwartend vor ihm. Dann, weiterhin wortlos, tritt er beiseite und ich gehe an ihm vorbei.
Auf eine riesige Halle blickend, schreite ich neugierig voran. Die Halle gleicht einem Tempel. Das Dach wird von dorischen Säulen getragen. Da ist nur ein einziges Wort in
meinem Kopf
 "Walhall!"
Und wahrlich gewährte man mir Zugang, zu den heiligen Hallen von Walhall. 

Engel

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